
Alternative Investments wie bspw. Managed Futures eröffnen Ertragsmöglichkeiten sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Märkten. Damit haben sie – anders als traditionelle Anlagestrategien, die immer nur auf steigende Kurse setzen – die Möglichkeit, auch von fallenden Preisen profitieren zu können.
Eine Möglichkeit, auch von fallenden Märkten zu profitieren, ist der Leerverkauf. Im Fokus des Leerverkaufs steht ein Wertpapier, das nach Ansicht des Fondsmanagers zu stark gestiegen – also überbewertet – ist. Er geht davon aus, dass es in Zukunft an Wert verlieren wird. Seine Einschätzung leitet der Fondsmanager dabei aus gründlichen Analysen ab. Im nächsten Schritt leiht sich der Manager dieses Wertpapier – beispielsweise von einer Bank – gegen eine bestimmte Gebühr. Dann verkauft er es an der Börse weiter und erwirbt es zu einem späteren Zeitpunkt wieder zurück – und zwar idealerweise dann, wenn es zu einem günstigeren Kurs gehandelt wird. Schließlich gibt der Fondsmanager das Wertpapier an den Verleiher zurück und hat durch den Leerverkauf von dem tatsächlich eintretenden Kursverlust profitiert.
Der Kreislauf des Leerverkaufs
Die oben stehende Grafik zeigt die Funktionsweise eines Leerverkaufs: Mit einem geringeren Kapitaleinsatz (hier 5 Euro Leihgebühr) wird ein höherer Handelseinsatz (hier Aktienwert 100 Euro) am Markt realisiert. Verkauft der Manager das Wertpapier nun für 100 Euro an der Börse und kauft es später, wenn die Aktie auf 85 Euro gefallen ist, wieder zurück, hat er bei Rückgabe an den Verleiher einen Gewinn von 10 Euro erwirtschaftet. Auf diese Weise konnte der Manager von einem fallenden Kurs profitieren.